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Nach langer Zeit (18. 03. 2013)

Alles dreht sich irgendwie. Erst wollte ich, dann du, jetzt vielleicht ich. Ich habe keine Ahnung. Und du noch weniger.

Noch mal Hallo (26. 10. 2012)

Ich habe jetzt schon länger nicht mehr an dich gedacht. Aber heute habe ich mir gedacht; es ist Freitag, da könnte ich mal ein Bild von dir liken. Das aus unserem Urlaub auf Fuerteventura. Aber leider hast du es von deinen Coverbildern bei Facebook raus genommen. Also ich dir dann geschrieben habe, wusstest du nicht was ich meinte. Auch nicht nach gefühlten einhundert Tipps. Es ist aber nicht so schlimm. Wir gehen jetzt schließlich getrennte Wege. Und zwar streng getrennte. Ich wollte dich nicht verwirren und du hast mal wieder bisschen rumgeheult. Dann, als ich dich angerufen habe, bist du nicht dran gegangen. Ich war wirklich sauer und traurig. Wir bekommen es wirklich nicht hin. Oder liegt es nur an mir? Das glaube ich irgendwie nicht. Du stellst du an. Du kannst mich doch jetzt nicht hassen? So wie ich den Yannic gar nicht mehr leiden kann oder ernst nehmen kann. Mit dir nicht befreundet zu sein zieht mich ganz schön runter. Und macht mir Angst. Ich dachte, das mit uns würde nie so richtig vergehen. Klar, vielleicht die Beziehung, aber dann habe ich mir wohl auch nur eingeredet, dass wir mehr oder weniger auf einer Wellenlänge sind. Schade drum. Jetzt werde ich dir nicht mehr schreieben. Geschweige den dich irgendwann mal anrufen. Ich habe das Gefühl du machst gerade eine Menge Veränderungen durch. Du bist nicht mehr der, den ich mal so lange geliebt habe. Das nächste mal, wenn ich mit dir Kontakt aufnehmen werde, ist Donnerstag, der 15. 11. 2012. Und ich werde stark sein. Schließlich war ich bis jetzt immer eine starke Persönlichkeit und das soll sich auch nicht ändern. Dann werde ich dich fragen, ob du am Wochenende arbeitest. Und wenn es mir dann in den Zeitplan passt, werde ich vorbeischauen, um dein Gesicht zu sehen und um mich mal anständig mit dir zu unterhalten. Ein bißchen hoffe ich darauf, dass du dich eventuell etwas freust. Aber wie gesagt, ich kann dich nicht mehr einschätzen und will es auch nicht mehr können. Ich will mich emotional endgültig von dir trennen. Und beim Stufentreffen wirst du dich umdrehen, wie geil ich bin. Aber vielleicht bin ich da auch schon mit dem Roman zusammen. Den finde ich nämlich sehr heiß.

Guten Abend (18. 10. 2012)

Heute ist die Kontaktsperre zu Ende und ich hätte 200 Euro gewettet, dass du keinen Kontakt mit mir aufnimmst. Und dann hast du dich doch gemeldet. Ich war gerade bei der Jenny leckeren Flammkuchen backen. Es war wirklich ein Gaumenschmaus. Währenddessen haben wir noch mit dem Lukas gesprochen. Per Lautsprecher. Der war auch leicht entsetzt, als ich ihm davon erzählt habe, dass wir keine Freunde mehr sind. Auf jeden Fall hast du mir bei iMessage geschrieben. Wie es mir geht, wolltest du wissen. Wir haben nur bisschen hin und her geschrieben. Mehr kann ich jetzt gar nicht sagen, weil ich eben wieder alles gelöscht habe. Damit ich dir nicht wieder schreibe. Ich, so als Klette. Du weißt was ich meine. Trotzdem schreiben wir hin und her. So um nichts. Machen so etwas Freunde? Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich hätte auf jeden Fall nicht damit gerechnet, dass du mir schreibst. Wirklich nicht. Ich will einfach wieder die coole, alte Lisa werden. Die sich nicht so leicht aus den Schuhen heben lässt. Das kann doch nicht so schwer sein.

Guten Tag am 14. 10. 2012

Wir leben einfach weiter. Obwohl ich mich natürlich schon manchmal frage, was bei dir so abgeht. Hast du dich schon in eine neue Beziehung gestürzt? Denkst du noch manchmal an mich? War es die letzten Tage schwer, sich nicht zu melden? So etwas schwirrt mir immer im Kopf herum. Aber im Grunde ist das natürlich auch egal. Irgendwann im November sehen wir uns sicher. Ich komme einfach nach Bethanien und überrasche dich. Mir ist egal, ob du dich freust oder nicht. Ich liebe es nur, erschrockene Gesichter zu erblicken. Und ganz besonders deins. Seit dem ich keinen Freund mehr habe, ist alle irgendwie ein bißchen komisch. Ich bin alleine und habe keinen, dem ich von meinem Tag erzählen kann oder so. Aber gut. Dann denke ich immer an die Krissie oder an die Hajar. Die haben schließlich schon viel länger keinen Freund mehr. Jetzt kann ich die Krissie bisschen verstehen, dass sie sich so einsam fühlt. Aber sie ist ja auch wirklich ein harter Fall. Dann immer noch die Story mit dem Niklas. Ein absoluter Graus. Ich glaube ich habe meine Auffassung etwas geändert. Jetzt würde ich nicht mehr wegziehen, von jemandem mit dem ich zusammen bin. Vielleicht bin ich auch erwachsen geworden. Kaum zu glauben. Aber wohl war. Ich würde gerne mit jemandem zusammen wohnen. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Wer weiß wo ich in einem Jahr bin?! Am besten fände ich, wenn ich es hinbekommen würde, nächstes Jahr ein Auslandssemester in Amerika oder auch sonst wo zu machen und dann einen tollen Freund finde, mit dem ich dann mein ganzen Leben lang zusammen sein will. Ich möchte auch nur ein mal in meinem Leben heiraten. Und wenn das nicht gut geht, wird es schon seine Gründe haben. Vor allem Gründe, es nicht wieder zu tun. Jetzt höre ich das Lied von John Mayer, All we ever do is say Goodbye. Nun, das lief auch an einem Abend, an dem du nachts oder abends bei mir warst. Nicht so schön. Aber gepasst hat es trotzdem. Da kann man nichts zu sagen.

Salut am 11. 10. 2012

Ich will ja jetzt nicht sagen, dass andere es hinbekommen haben, aber doch, ich tue es. Das glaube ich zu mindestens. Denn der Lukas hat aus einer vertraulichen Quelle diese Info aufgeschnappt. Ach was heißt vertrauliche Quelle. Du weißt genau so gut wie ich, dass ich dir immer alles erzählen kann und ich mich da auch nicht scheue. Der Jonas war auf der Abschiedsparty von der Mareike und die hat den Stange darauf angesprochen, weil der zusammen mit der Anna- Lena da angetanzt ist. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es offiziell wird. Die sind wohl anders als wir. Aber das waren sie ja schon immer. Vielleicht haben die noch etwas was sie verbindet, etwas was uns fehlt und wir nicht haben aber vielleicht hatten. Aber es ist ja auch egal. Morgen ist auf jeden Fall unsere tolle Kontaktsperre vorbei. Du wirst mich sicher nicht anrufen oder mir schreiben. Schließlich fühlst du dich ja von mir belästigt oder ähnliches. Irgendwo spinnst du doch auch, mal im Ernst. Und jetzt kommt im Fernsehen so eine Schnulze, bei der das Mädchen oder die Frau auf der Hochzeit von dem alten Freund auftaucht, sie ihn dann liebt und er trotzdem wahrscheinlich die andere heiratet oder eben nicht. Ach es ist auch scheißegal. Denn wir sind wohl keine Freunde mehr, wie ich trauriger Weise feststellen musste. Ich habe alles kaputt gemacht. Die Gewohnheit hat alles zerstört. Man erkennt nun mal erst im Nachhinein, was man einst hatte. Natürlich muss ich auch noch mal auf meine Lieblingsparallele zurück schauen. Ross und Rachel von Friends. Die Hatten auch immer ein Hin und Her und am Ende weiß niemand, ob sie zueinander finden oder eben nicht. Aber ich bin mir sicher, dass sie zusammenkommen. Und ich habe Recht. Das musstest du schließlich schon oft genug wahr haben. Sag mir bitte nie nie nie wieder, dass du mich liebst. Ich weiß nicht, woher du dir immer das Recht nimmst, mich runterzuziehen. Die letzen Monate habe alles verändert. Als ich einmal bei dir war, aber noch mit dem Yannic zusammen war, hast du mal zu mir gesagt, dass ich immer zu dir kommen kann, egal was ist. Ich habe mich so wohl bei dir gefühlt und du wolltest mich damals noch für dich haben. Ich war total durcheinander. Und super, jetzt habe ich wieder Tränen in den Augen. Ich kann wohl immer noch nicht glaube, dass das alles hier vorbei ist. Max und Lisa ist nicht mehr. Ich habe mich in der Schule immer so gefühlt, als ob mal das Traumpaar der Stufe sei. Und mal ehrlich, wer konnte uns schon das Wasser reichen. Vielleicht nur Anna-lena und Stange. Aber dafür hat der Lukas ja schon gesorgt, dass da der Wurm reinkommt. Und die anderen waren mir recht egal. Ich war auf jeden Fall diejenige, die am glücklichsten war. Obwohl mein Freund damals noch ein und halb Jahre jünger war. Nicht, dass er jetzt nicht mehr jünger ist. Du bist einfach nur nicht mehr mein Freund. Ich komme mir hier gerade wirklich vor, wie ein emotionales Wrack. Ich wollte nie so sein, wie ich jetzt bin. Du hast mich verändert. Ich kam immer mit allem zurecht. Und nur du machst mich so traurig und müde. Und das an machen Tagen selbst vierundzwanzig Stunden lang. Weiterhin hoffe ich, dass du diese Worte hier niemals lesen wirst, denn dann bin ich mir sicher, dass zwischen uns alles vorbei ist. Ich kann dir auch nicht sagen, woher ich dieses Filzelchen Hoffnung habe- obwohl ich es natürlich gar nicht will. Ich will dich vergessen und nicht mehr in meinem Kopf umschwirrend haben. Fertig. Das kann doch nicht so schwer sein. Also hau ab und lauf weg. Also noch mal zu morgen. Du hast heute deine letzte Klausur hinter dir, und wenn das so abläuft, wie das letzte mal, als du deine letzte Klausur geschrieben hast, landest du irgendwo mit der einen, deren schrecklichen Namen ich gar nicht zu schreiben vermag. Ich will nicht mit dir zusammen sein, ich will nur nicht ständig an dich denken müssen. Wir hätten nie wieder aufeinander zugehen sollen. Verdammt. Jetzt liegt schon die neue in deinen Armen. Woher ich das so genau weiß? Ich glaube ich fühle es. Ich lege mich dann wieder in meine Blümchenbettwäsche, weine vielleicht bisschen vor mich hin und fühle mich ganz tapfer und stark, weil ich mich nicht bei dir melde. Und das werde ich hoffentlich auch die ganzen nächsten Wochen nicht machen. Es fällt mich schwer, dich aus meinem Leben auszulöschen, aber so war es ja dein Wunsch gewesen. Wir bekommen das nicht hin mit dem Freunde sein. Ja tut mir leid. Dafür hatten wir auch noch einen sehr freundschaftlichen letzten Abend. Ich war nach dem Get mit der Hajar im Auto und du schreibst mir, dass du mit der einen skypst. Da habe ich mich mal wieder gefragt, ob du spinnst, oder nicht mehr ganz klar im Kopf bist. Du weißt auch nicht, was gerade angebracht ist, oder? Vorher habe ich noch deine Mutter getroffen, die es übrigens sehr unsexy findet, dass du immer noch zu Hause wohnst. Möglicher Weise hätten wir zusammen ziehen sollen. Oder eben auch nicht. Schwierige Frage. Aber damals war ich halt davon überzeugt, dass ich mir von niemandem etwas sagen lassen wollte. So. Letzter Abend auf jeden Fall. Du bist dann doch noch zu mir gekommen und durch das Fenster in mein Kellerzimmer gekommen. Wir lagen da sehr lange Arm in Arm und haben uns unterhalten und gelacht, aber natürlich auch geweint. Ich habe sachen gemacht, die einst ausbaufähig waren. Verdammt, ich hätte es nicht machen sollen. Du hast es dir doch gar nicht verdient. Du hast mich nur in meiner hilflosen Situation ausgenutzt. Und ich übertreibe nicht, wenn ich an dieser Stelle das Wort hemmungslos einführe. Ja, ich bereue es. Und zwar Obwohl du mich immer lieben wirst. Steck dir das woanders hin.

Hallo am (10. 10. 2012)

Ich bin gut, ich melde mich nicht. Du bist zwar häufig online, aber ich bin stark. Morgen schreibst du dann deine vorerst letzte Klausur und ich muss diesen Moment hier noch bisschen hinziehen. Es hätte echt alles anders ablaufen sollen. Mit dem Yannic kann ich normal schreiben, obwohl ich den irgendwie hasse. Ich meinte nur zu ihm, dass seine Sprüche schlechter geworden sind und ich deshalb froh bin, nichts zu verpassen. Ich weiß gar nicht, warum ich dich damals so anziehend fand. Sehr lustig warst du ja nicht. Oder wir hatten nicht den selben Humor. Aber es ging ja trotzdem fast zwei Jahre recht gut. Mit habe ich wahrscheinlich einfach nur gerne auf höherem Niveau kommunizieren können. So Sachen mit Bildung und so einem Quatsch. Da bist du mir in den meisten Fällen ja noch weit voraus. Und wenn du mir über Phantomschmerzen erzählst, könnte ich die wirklich stunden lang zuhören. Aber bedauerlicher Weise wird es diese Gespräche oder Vorträge deinerseits erstmal nicht mehr geben. Noch zwei Monate und elf Tage bis zu dem Stufentreffen. Das wird sicher lustig. Ich komme dann kurz mit dem Marvin an, erzähle allen wie cool ich oder wir sind und dann hauen wir wieder ab. Schließlich bin ich ja nicht in der Stufe groß geworden. Und falls wir zusammen seit der fünften in einer Stufe gewesen wären, wäre es zwischen uns gar nicht so weit gekommen. Ich hatte einfach einen anderen Freundeskreis. So wie Marvin und Per vielleicht auch. Nun das ist vielleicht der Unterscheid. In der Schule ist man immer gemeinsam irgendwo, in der Freizeit hängt man mit den Leuten ab, die die selben Interessen vertreten. Und wenn ich mal so nachdenke wären wir uns da nie begegnet. Du wärest nie bei den Pfadfindern untergekommen, würdest mich am Unterbacher See beim segeln antreffen oder einfach mit anderen im Südpark Bier trinken. Genauso würde ich nie Wii spielen oder irgendwo Formel 1 schauen. Ganz geschweige irgendwas annähernd musikalisches, was in deine Richtung geht. Das einzige, was uns irgendwie verbinden könnte war oder ist Borussia Dortmund.

Ein kurzes Hallo am 08. 10. 2012

Nach unserem Telefonat war ich nur bisschen traurig. Mit dem ganzen Geschreibe hier geht es mir wirklich besser. Man kann schon fast sagen, ich komme klar. Nur wir sind keine Freunde mehr. Das musste ich dir auch mal ins Gesicht sagen. Wahrscheinlich sehen wir uns wirklich erst wieder am 21. 12. 2012. Ich finde früh genug. Weil sowieso wieder alles hoch kommt. Eigentlich ist es auch egal, wann wir uns sehen. Wir hatten einfach eine coole und schöne Zeit. Die kann man leider nicht so einfach verdrängen. Tut mir leid.