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wiedermal Hallo (07. 10. 2012)

Aber leider muss ich mich da doch blicken lassen, um meine Zukunftspläne mit meinen Eltern, oder eher mit meiner Mutter abzuklären. Und um nach Münster zu fahren. Also bin ich eh nur auf der Durchreise. Glück gehabt. Da fallt mir gleich unser erstes Treffen ein, nach dem ich die Stadt verlassen habe. Am Industriemuseum. Ich hatte die UGG- Boots meiner Mutter an. Unschuldig kam ich mit der Marie auf den letzten Drücker an und du bist gleich mit der Laura an unserem Auto vorbei gegangen. Du hast übrigens auch wie ein Auto geguckt. Aber das war dir glaube ich auch selbst viel zu gut bewusst. Tja. Das waren noch Zeiten. Fast ein Jahre her. Und so viel ist passiert. Ich hoffe, die kommenden Jahre vergehen ruhiger. Eben hast du angerufen und mir wurde klar, dass du wirklich keinen Gedanken mehr wert bist, den ich an die verschwende. Dankeschön. Du hast du bisschen von dir erzählt und nicht mal nach mir gefragt. Dann musstest du plötzlich auflegen, typisch. Ich freue mich schon, wenn ich komplett von dir los bin. Das wird großartig. Es ist vorbei. Wir haben eben telefoniert und uns praktisch für immer getrennt. Mit Tränen und dem ganzen Zeug. Toll noch mal das ganze Szenario. Man. Das kennen wir doch schon zu gut. Ich habe das Gefühl, dass wir immer wieder Schluss machen, nur Schluss machen. Mehr nichts. Ständig weinen wir. Du konntest nicht mehr mit mir reden und wolltest das Gespräch beenden. Wir kommen einfach zu nichts. Ich will, dass du nicht mehr so viel Platz in meinem Leben einnimmst. Nur leider habe ich gar keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Und niemand kann es mir sagen. Du hast mir tausend mal gesagt, dass du nicht mit mir zusammen sein willst. Ja okay Junge. Ich habe es verstanden. Ich will nicht mit dir zusammen sein. Du warst lange genug ein großer Teil meines Lebens. Geh ein Schritt zurück. Oder lass mich davon laufen. Das ganze Geheule geht mir auf die Nerven. Du bist es nicht wert. Klar hätte ich nicht mit dir Schluss machen sollen. Ja und. Ich habe mich damals nicht sicher gefühlt. Und du akzeptierst es nicht. Lass mich doch mal meine Zweifel haben. Jeder macht mal Fehler. Auch du. Du und dein perfektes Leben. Schön, dir geht es gut. Wenigstens einem von uns beiden.

Hello again. (06. 10. 2012)

Und wer weiß, wo wir in 5 Jahren stehen. Vielleicht bist du dann schon verheiratet oder auch ich. Was ich aber nicht glaube. Also bei mir. Und selbst wenn ich dann in einer festen Beziehung bin, und dir dann begegne, bin ich mir sicher, dass da einiges hochkommen wird und ich an der Beziehung zweifeln werde. Es ist wirklich ein seltsames Gefühl, weil mir das verdammt Angst macht. Ich habe ja auch in meiner letzten Beziehung relativ häufig an dich gedacht. Im Moment bist du irgendwie derjenige, dem ich hinter her heulen würde, wenn ich an vergangene Freunde denke. Ich weiß nicht warum. Du hast es dir irgendwie verdient, weil du wirklich ein guter Freund warst, aber es nicht mehr bist. Du bist der Grund, warum ich mich abends immer schlecht fühle und seit fast 2 Wochen ich irgendwie grundsätzlich traurig bin. Ich bin nicht müde, ich bin nicht erschöpft und ich bin erst recht nicht ausgeruht. Aber wenn ich abends immer alleine in meinem Zimmer bin, werde ich immer traurig und kehre ich mich. Wie bescheuert irgendwie. Seit dieser Zeit kann ich auch auf Knopfdruck weinen. Wirklich kein schönes Talent. Eines der schlimmsten Angelegenheiten ist auch einfach, dass ich dich gar nicht einschätzen kann. Du kommst zu mir, liegst neben mir im Bett und ich in deinem Arm. Keine Ahnung. Wie immer. Wie früher. Aber nicht wie es mal sein wird- wahrscheinlich. Ich weiß nicht, was du willst, was du denkst und auch nicht was du fühlst. Und das schlimmste ist, dass du es ja angeblich auch nicht weißt. Und wenn du mir dann an meinem letzten Abend sagst, dass du mich liebst und immer lieben wirst, kann ich mir davon auch nichts kaufen. Komm geh doch weg. Such dir ne andere. Nur lass mich endlich mal in Ruhe. Glaub mir, ich habe wirklich genug Probleme. Ich kann ja noch nicht mal richtig gucken, weil meine Augen voller Salzwasser sind. Ich hoffe nur, dass du das alles nie nie lesen wirst. Denn so bin ich irgendwie nicht. Und so verletzlich möchte ich auch nie sein. Man kommt irgendwie nicht zurecht. Man hat sich andauernd abzulenken. Ich kann nicht auf mein iPhone schauen, ohne dass ich mich riesig über eine Nachricht von dir freuen würde. Aber ich weiß, dass da nichts ist. Ich bin mir immer 100 % sicher. Immer. Dann hast du versprochen, mich anzurufen. Hast du aber nicht. Ich bin aus München zurück nach Bayreuth gefahren und hab gewartet und es mir ganz feste gewünscht. Naja, nichts. Ist okay. Ich bin 500 km weit von dir weg. Das sollte wohl genug sein, um dir aus den Augen und aus dem Sinn zu kommen. Hoffentlich. Ich warte schon auf diesen Augenblick. Lass mich einfach in Ruhe und verschwinde aus meinem Leben. Du bringst irgendwie nichts gutes. Gar nichts. Ich will dich einfach vergessen und mich am liebsten ganz neu binden. Nicht an irgendeinen, den ich schon von früher kenne, aber ich komme kaum raus hier. Die ganze Lernerei kotzt mich an. Jetzt habe ich ja die Jenny. Die ist zwar auch eine kleiner Stubenhocker, aber wer weiß überhaupt, wie lange ich noch hier in der bayrischen Provinz verweilen werde. Zieht aktuell nach nem Semester aus. Aber soll dir ja auch egal sein. Auch wenn es nicht so ist. Ich will, dass es so ist. Ich will dich nicht mehr als eine Hauptperson in meinem Leben haben. Du sorgst nur für Unruhe. Lass das mal. Ab Montag schotte ich mich total ab von allen. Ich mache mal für eine Zeit das Internet aus, versuche mein iPhone kaum zu berühren und mich komplett auf den Unischeiß zu konzentrieren. Ich werde wieder brav meine Konzentrationstabletten schlucken, Red Bul und Kaffee trinken, Traubenzucker essen, viel Kaugummi kauen und so weiter. Trotzdem gucke ich gleich auf mein iPhone. Und warte und wünsche und so. Ich habe eben dir was geschrieben, und als ich dann vorgeschlagen habe, dass du mich später anrufen könntest, wenn du mit dem Lernen durch bist, kam von dir nur ein ein „morgen oder so“. Lass das. Mach mich nicht verrückt. Und warum verdammt mache ich mich verrückt. Ich will keine nervige Klette sein. Es war wirklich schwer für mich, sich die Tage bei dir nicht zu melden. Aber dann bin ich auch immer bisschen stolz. Wer weiß, in welchen Betten du noch so rumliegst. Ich will es gar nicht wissen. Ich kann nicht mit und ich kann nicht ohne dich. Und erst recht nicht ohne dich. Ich will aber ohne dich. Ich will. Verdammt. Die letzten paar Jahre habe ich immer alles bekommen, was ich wollte. Ich wollte den Corny, ich wollte den Puffi und dann wollte ich mit dir zusammen sein. Ich habe alles bekommen. Ich hatte gute Noten und meine Eltern waren stolz wir Oskar. Und jetzt bin ich hier, auf meinen eigenen Beinen, in meiner eigenen Stadt. Und nichts läuft. Das einzige was ich hinbekomme, ist meinen Haushalt zu schmeißen und mich anständig kleiden- davon bin ich überzeugt. Und ich dachte, dass wären meine einzigen Probleme, wenn ich ausziehe. Und selbstverständlich kam alles anders. Ich will niemandem so nahe stehen, dass ich in so ein tiefes Loch falle. Aber ich komme da wieder raus. Bestimmt. Wenn ich nach Solingen komme, sage ich dir nicht bescheid. Ich will dich gar nicht sehen.

Hallo M. (03. 10. 2012)

Weil Briefe heutzutage out sind, schreibe ich dir eine Nachricht der Neuzeit. Es ist gleich halb acht und ich weiß gar nicht, was bei dir läuft. Nur hoffe ich, dass gleich wieder ein anständiges Fußballspiel läuft. Aber das wird sich zeigen. Im Gegensatz zu all dem anderen, was bei mir mit nem großen Fragezeichen hinterlassen wurde. Nach der ganzen Story hier, entdecke ich immer neue Seiten von mir, die mir vorher noch nicht so ganz bewusst waren. Für meinen Geschmack bisschen zu emotional.. Morgen gehts erstmal aufs Oktoberfest. Auf der einen Seite freue ich mich da total drauf, aber irgendwie realisiere ich gar nicht, was hier alles so passiert. Mich würde es auch nicht wundern, wenn ich morgen wieder in meinem alten Zimmer aufwachen würde, und die ganzen letzten 2 Jahre einfach nur ein Traum waren. Einfach normal zum Humboldt und alles ist irgendwie wie immer. Aber es ist ja wirklich so viel passiert.. Neue Stadt, neue Leute und ne Menge neue Erfahrungen. Ich kann noch nicht mal begreifen, dass ich schon mal in Amerika war. Und das sogar zwei Mal. Ich find es immer noch überkrass. Und jetzt sitze ich hier in meinem kleinen Zimmer und habe die iTunes Musik aus shuffle gestellt. Zufälligerweise kommt jetzt was von den RHCP, und zwar von der Platte „ i´am with you“. Ich verabscheue diesen Tag, an dem du mir das Album gegeben hast. Nach diesen Tag hätte ich nie gedacht, dass wie uns eines Tages noch mal näher kommen würden. Ich hatte irgendwie echt Angst vor dir. Wie gesagt- so wie vor niemandem zuvor. Komisch, selbst wenn heute daran denke, wird mir ganz unwohl und mir stehen Tränen in den Augen. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas mal so nahe gehen würde. Aber dann ist natürlich alles anders gekommen, wie man denkt. Du wolltest mal Sex mit der Ex ausprobieren und ich war da natürlich dabei. Ich hatte nur unheimlich Angst um dich, dass du dich wieder in was hineinsteigern würdest, weil mir schon klar war, was ich dir alles schlechtes angetan hatte. Klar könnte ich mich jetzt bei dir dafür entschuldigen, aber das würde es leider nicht ungeschehen machen. Und dann kam natürlich wieder alles anders. Ich habe mich da reingesteigert und hänge jetzt zwischen den Wolken. Aber mir ist schon ganz gut bewusst, dass wir in den nächsten 5 Jahren sicher nichts zusammen gebacken bekommen.