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Hallo M. (03. 10. 2012)

Weil Briefe heutzutage out sind, schreibe ich dir eine Nachricht der Neuzeit. Es ist gleich halb acht und ich weiß gar nicht, was bei dir läuft. Nur hoffe ich, dass gleich wieder ein anständiges Fußballspiel läuft. Aber das wird sich zeigen. Im Gegensatz zu all dem anderen, was bei mir mit nem großen Fragezeichen hinterlassen wurde. Nach der ganzen Story hier, entdecke ich immer neue Seiten von mir, die mir vorher noch nicht so ganz bewusst waren. Für meinen Geschmack bisschen zu emotional.. Morgen gehts erstmal aufs Oktoberfest. Auf der einen Seite freue ich mich da total drauf, aber irgendwie realisiere ich gar nicht, was hier alles so passiert. Mich würde es auch nicht wundern, wenn ich morgen wieder in meinem alten Zimmer aufwachen würde, und die ganzen letzten 2 Jahre einfach nur ein Traum waren. Einfach normal zum Humboldt und alles ist irgendwie wie immer. Aber es ist ja wirklich so viel passiert.. Neue Stadt, neue Leute und ne Menge neue Erfahrungen. Ich kann noch nicht mal begreifen, dass ich schon mal in Amerika war. Und das sogar zwei Mal. Ich find es immer noch überkrass. Und jetzt sitze ich hier in meinem kleinen Zimmer und habe die iTunes Musik aus shuffle gestellt. Zufälligerweise kommt jetzt was von den RHCP, und zwar von der Platte „ i´am with you“. Ich verabscheue diesen Tag, an dem du mir das Album gegeben hast. Nach diesen Tag hätte ich nie gedacht, dass wie uns eines Tages noch mal näher kommen würden. Ich hatte irgendwie echt Angst vor dir. Wie gesagt- so wie vor niemandem zuvor. Komisch, selbst wenn heute daran denke, wird mir ganz unwohl und mir stehen Tränen in den Augen. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas mal so nahe gehen würde. Aber dann ist natürlich alles anders gekommen, wie man denkt. Du wolltest mal Sex mit der Ex ausprobieren und ich war da natürlich dabei. Ich hatte nur unheimlich Angst um dich, dass du dich wieder in was hineinsteigern würdest, weil mir schon klar war, was ich dir alles schlechtes angetan hatte. Klar könnte ich mich jetzt bei dir dafür entschuldigen, aber das würde es leider nicht ungeschehen machen. Und dann kam natürlich wieder alles anders. Ich habe mich da reingesteigert und hänge jetzt zwischen den Wolken. Aber mir ist schon ganz gut bewusst, dass wir in den nächsten 5 Jahren sicher nichts zusammen gebacken bekommen.

Hello again. (06. 10. 2012)

Und wer weiß, wo wir in 5 Jahren stehen. Vielleicht bist du dann schon verheiratet oder auch ich. Was ich aber nicht glaube. Also bei mir. Und selbst wenn ich dann in einer festen Beziehung bin, und dir dann begegne, bin ich mir sicher, dass da einiges hochkommen wird und ich an der Beziehung zweifeln werde. Es ist wirklich ein seltsames Gefühl, weil mir das verdammt Angst macht. Ich habe ja auch in meiner letzten Beziehung relativ häufig an dich gedacht. Im Moment bist du irgendwie derjenige, dem ich hinter her heulen würde, wenn ich an vergangene Freunde denke. Ich weiß nicht warum. Du hast es dir irgendwie verdient, weil du wirklich ein guter Freund warst, aber es nicht mehr bist. Du bist der Grund, warum ich mich abends immer schlecht fühle und seit fast 2 Wochen ich irgendwie grundsätzlich traurig bin. Ich bin nicht müde, ich bin nicht erschöpft und ich bin erst recht nicht ausgeruht. Aber wenn ich abends immer alleine in meinem Zimmer bin, werde ich immer traurig und kehre ich mich. Wie bescheuert irgendwie. Seit dieser Zeit kann ich auch auf Knopfdruck weinen. Wirklich kein schönes Talent. Eines der schlimmsten Angelegenheiten ist auch einfach, dass ich dich gar nicht einschätzen kann. Du kommst zu mir, liegst neben mir im Bett und ich in deinem Arm. Keine Ahnung. Wie immer. Wie früher. Aber nicht wie es mal sein wird- wahrscheinlich. Ich weiß nicht, was du willst, was du denkst und auch nicht was du fühlst. Und das schlimmste ist, dass du es ja angeblich auch nicht weißt. Und wenn du mir dann an meinem letzten Abend sagst, dass du mich liebst und immer lieben wirst, kann ich mir davon auch nichts kaufen. Komm geh doch weg. Such dir ne andere. Nur lass mich endlich mal in Ruhe. Glaub mir, ich habe wirklich genug Probleme. Ich kann ja noch nicht mal richtig gucken, weil meine Augen voller Salzwasser sind. Ich hoffe nur, dass du das alles nie nie lesen wirst. Denn so bin ich irgendwie nicht. Und so verletzlich möchte ich auch nie sein. Man kommt irgendwie nicht zurecht. Man hat sich andauernd abzulenken. Ich kann nicht auf mein iPhone schauen, ohne dass ich mich riesig über eine Nachricht von dir freuen würde. Aber ich weiß, dass da nichts ist. Ich bin mir immer 100 % sicher. Immer. Dann hast du versprochen, mich anzurufen. Hast du aber nicht. Ich bin aus München zurück nach Bayreuth gefahren und hab gewartet und es mir ganz feste gewünscht. Naja, nichts. Ist okay. Ich bin 500 km weit von dir weg. Das sollte wohl genug sein, um dir aus den Augen und aus dem Sinn zu kommen. Hoffentlich. Ich warte schon auf diesen Augenblick. Lass mich einfach in Ruhe und verschwinde aus meinem Leben. Du bringst irgendwie nichts gutes. Gar nichts. Ich will dich einfach vergessen und mich am liebsten ganz neu binden. Nicht an irgendeinen, den ich schon von früher kenne, aber ich komme kaum raus hier. Die ganze Lernerei kotzt mich an. Jetzt habe ich ja die Jenny. Die ist zwar auch eine kleiner Stubenhocker, aber wer weiß überhaupt, wie lange ich noch hier in der bayrischen Provinz verweilen werde. Zieht aktuell nach nem Semester aus. Aber soll dir ja auch egal sein. Auch wenn es nicht so ist. Ich will, dass es so ist. Ich will dich nicht mehr als eine Hauptperson in meinem Leben haben. Du sorgst nur für Unruhe. Lass das mal. Ab Montag schotte ich mich total ab von allen. Ich mache mal für eine Zeit das Internet aus, versuche mein iPhone kaum zu berühren und mich komplett auf den Unischeiß zu konzentrieren. Ich werde wieder brav meine Konzentrationstabletten schlucken, Red Bul und Kaffee trinken, Traubenzucker essen, viel Kaugummi kauen und so weiter. Trotzdem gucke ich gleich auf mein iPhone. Und warte und wünsche und so. Ich habe eben dir was geschrieben, und als ich dann vorgeschlagen habe, dass du mich später anrufen könntest, wenn du mit dem Lernen durch bist, kam von dir nur ein ein „morgen oder so“. Lass das. Mach mich nicht verrückt. Und warum verdammt mache ich mich verrückt. Ich will keine nervige Klette sein. Es war wirklich schwer für mich, sich die Tage bei dir nicht zu melden. Aber dann bin ich auch immer bisschen stolz. Wer weiß, in welchen Betten du noch so rumliegst. Ich will es gar nicht wissen. Ich kann nicht mit und ich kann nicht ohne dich. Und erst recht nicht ohne dich. Ich will aber ohne dich. Ich will. Verdammt. Die letzten paar Jahre habe ich immer alles bekommen, was ich wollte. Ich wollte den Corny, ich wollte den Puffi und dann wollte ich mit dir zusammen sein. Ich habe alles bekommen. Ich hatte gute Noten und meine Eltern waren stolz wir Oskar. Und jetzt bin ich hier, auf meinen eigenen Beinen, in meiner eigenen Stadt. Und nichts läuft. Das einzige was ich hinbekomme, ist meinen Haushalt zu schmeißen und mich anständig kleiden- davon bin ich überzeugt. Und ich dachte, dass wären meine einzigen Probleme, wenn ich ausziehe. Und selbstverständlich kam alles anders. Ich will niemandem so nahe stehen, dass ich in so ein tiefes Loch falle. Aber ich komme da wieder raus. Bestimmt. Wenn ich nach Solingen komme, sage ich dir nicht bescheid. Ich will dich gar nicht sehen.

wiedermal Hallo (07. 10. 2012)

Aber leider muss ich mich da doch blicken lassen, um meine Zukunftspläne mit meinen Eltern, oder eher mit meiner Mutter abzuklären. Und um nach Münster zu fahren. Also bin ich eh nur auf der Durchreise. Glück gehabt. Da fallt mir gleich unser erstes Treffen ein, nach dem ich die Stadt verlassen habe. Am Industriemuseum. Ich hatte die UGG- Boots meiner Mutter an. Unschuldig kam ich mit der Marie auf den letzten Drücker an und du bist gleich mit der Laura an unserem Auto vorbei gegangen. Du hast übrigens auch wie ein Auto geguckt. Aber das war dir glaube ich auch selbst viel zu gut bewusst. Tja. Das waren noch Zeiten. Fast ein Jahre her. Und so viel ist passiert. Ich hoffe, die kommenden Jahre vergehen ruhiger. Eben hast du angerufen und mir wurde klar, dass du wirklich keinen Gedanken mehr wert bist, den ich an die verschwende. Dankeschön. Du hast du bisschen von dir erzählt und nicht mal nach mir gefragt. Dann musstest du plötzlich auflegen, typisch. Ich freue mich schon, wenn ich komplett von dir los bin. Das wird großartig. Es ist vorbei. Wir haben eben telefoniert und uns praktisch für immer getrennt. Mit Tränen und dem ganzen Zeug. Toll noch mal das ganze Szenario. Man. Das kennen wir doch schon zu gut. Ich habe das Gefühl, dass wir immer wieder Schluss machen, nur Schluss machen. Mehr nichts. Ständig weinen wir. Du konntest nicht mehr mit mir reden und wolltest das Gespräch beenden. Wir kommen einfach zu nichts. Ich will, dass du nicht mehr so viel Platz in meinem Leben einnimmst. Nur leider habe ich gar keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Und niemand kann es mir sagen. Du hast mir tausend mal gesagt, dass du nicht mit mir zusammen sein willst. Ja okay Junge. Ich habe es verstanden. Ich will nicht mit dir zusammen sein. Du warst lange genug ein großer Teil meines Lebens. Geh ein Schritt zurück. Oder lass mich davon laufen. Das ganze Geheule geht mir auf die Nerven. Du bist es nicht wert. Klar hätte ich nicht mit dir Schluss machen sollen. Ja und. Ich habe mich damals nicht sicher gefühlt. Und du akzeptierst es nicht. Lass mich doch mal meine Zweifel haben. Jeder macht mal Fehler. Auch du. Du und dein perfektes Leben. Schön, dir geht es gut. Wenigstens einem von uns beiden.

Hallo am (10. 10. 2012)

Ich bin gut, ich melde mich nicht. Du bist zwar häufig online, aber ich bin stark. Morgen schreibst du dann deine vorerst letzte Klausur und ich muss diesen Moment hier noch bisschen hinziehen. Es hätte echt alles anders ablaufen sollen. Mit dem Yannic kann ich normal schreiben, obwohl ich den irgendwie hasse. Ich meinte nur zu ihm, dass seine Sprüche schlechter geworden sind und ich deshalb froh bin, nichts zu verpassen. Ich weiß gar nicht, warum ich dich damals so anziehend fand. Sehr lustig warst du ja nicht. Oder wir hatten nicht den selben Humor. Aber es ging ja trotzdem fast zwei Jahre recht gut. Mit habe ich wahrscheinlich einfach nur gerne auf höherem Niveau kommunizieren können. So Sachen mit Bildung und so einem Quatsch. Da bist du mir in den meisten Fällen ja noch weit voraus. Und wenn du mir über Phantomschmerzen erzählst, könnte ich die wirklich stunden lang zuhören. Aber bedauerlicher Weise wird es diese Gespräche oder Vorträge deinerseits erstmal nicht mehr geben. Noch zwei Monate und elf Tage bis zu dem Stufentreffen. Das wird sicher lustig. Ich komme dann kurz mit dem Marvin an, erzähle allen wie cool ich oder wir sind und dann hauen wir wieder ab. Schließlich bin ich ja nicht in der Stufe groß geworden. Und falls wir zusammen seit der fünften in einer Stufe gewesen wären, wäre es zwischen uns gar nicht so weit gekommen. Ich hatte einfach einen anderen Freundeskreis. So wie Marvin und Per vielleicht auch. Nun das ist vielleicht der Unterscheid. In der Schule ist man immer gemeinsam irgendwo, in der Freizeit hängt man mit den Leuten ab, die die selben Interessen vertreten. Und wenn ich mal so nachdenke wären wir uns da nie begegnet. Du wärest nie bei den Pfadfindern untergekommen, würdest mich am Unterbacher See beim segeln antreffen oder einfach mit anderen im Südpark Bier trinken. Genauso würde ich nie Wii spielen oder irgendwo Formel 1 schauen. Ganz geschweige irgendwas annähernd musikalisches, was in deine Richtung geht. Das einzige, was uns irgendwie verbinden könnte war oder ist Borussia Dortmund.

Salut am 11. 10. 2012

Ich will ja jetzt nicht sagen, dass andere es hinbekommen haben, aber doch, ich tue es. Das glaube ich zu mindestens. Denn der Lukas hat aus einer vertraulichen Quelle diese Info aufgeschnappt. Ach was heißt vertrauliche Quelle. Du weißt genau so gut wie ich, dass ich dir immer alles erzählen kann und ich mich da auch nicht scheue. Der Jonas war auf der Abschiedsparty von der Mareike und die hat den Stange darauf angesprochen, weil der zusammen mit der Anna- Lena da angetanzt ist. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es offiziell wird. Die sind wohl anders als wir. Aber das waren sie ja schon immer. Vielleicht haben die noch etwas was sie verbindet, etwas was uns fehlt und wir nicht haben aber vielleicht hatten. Aber es ist ja auch egal. Morgen ist auf jeden Fall unsere tolle Kontaktsperre vorbei. Du wirst mich sicher nicht anrufen oder mir schreiben. Schließlich fühlst du dich ja von mir belästigt oder ähnliches. Irgendwo spinnst du doch auch, mal im Ernst. Und jetzt kommt im Fernsehen so eine Schnulze, bei der das Mädchen oder die Frau auf der Hochzeit von dem alten Freund auftaucht, sie ihn dann liebt und er trotzdem wahrscheinlich die andere heiratet oder eben nicht. Ach es ist auch scheißegal. Denn wir sind wohl keine Freunde mehr, wie ich trauriger Weise feststellen musste. Ich habe alles kaputt gemacht. Die Gewohnheit hat alles zerstört. Man erkennt nun mal erst im Nachhinein, was man einst hatte. Natürlich muss ich auch noch mal auf meine Lieblingsparallele zurück schauen. Ross und Rachel von Friends. Die Hatten auch immer ein Hin und Her und am Ende weiß niemand, ob sie zueinander finden oder eben nicht. Aber ich bin mir sicher, dass sie zusammenkommen. Und ich habe Recht. Das musstest du schließlich schon oft genug wahr haben. Sag mir bitte nie nie nie wieder, dass du mich liebst. Ich weiß nicht, woher du dir immer das Recht nimmst, mich runterzuziehen. Die letzen Monate habe alles verändert. Als ich einmal bei dir war, aber noch mit dem Yannic zusammen war, hast du mal zu mir gesagt, dass ich immer zu dir kommen kann, egal was ist. Ich habe mich so wohl bei dir gefühlt und du wolltest mich damals noch für dich haben. Ich war total durcheinander. Und super, jetzt habe ich wieder Tränen in den Augen. Ich kann wohl immer noch nicht glaube, dass das alles hier vorbei ist. Max und Lisa ist nicht mehr. Ich habe mich in der Schule immer so gefühlt, als ob mal das Traumpaar der Stufe sei. Und mal ehrlich, wer konnte uns schon das Wasser reichen. Vielleicht nur Anna-lena und Stange. Aber dafür hat der Lukas ja schon gesorgt, dass da der Wurm reinkommt. Und die anderen waren mir recht egal. Ich war auf jeden Fall diejenige, die am glücklichsten war. Obwohl mein Freund damals noch ein und halb Jahre jünger war. Nicht, dass er jetzt nicht mehr jünger ist. Du bist einfach nur nicht mehr mein Freund. Ich komme mir hier gerade wirklich vor, wie ein emotionales Wrack. Ich wollte nie so sein, wie ich jetzt bin. Du hast mich verändert. Ich kam immer mit allem zurecht. Und nur du machst mich so traurig und müde. Und das an machen Tagen selbst vierundzwanzig Stunden lang. Weiterhin hoffe ich, dass du diese Worte hier niemals lesen wirst, denn dann bin ich mir sicher, dass zwischen uns alles vorbei ist. Ich kann dir auch nicht sagen, woher ich dieses Filzelchen Hoffnung habe- obwohl ich es natürlich gar nicht will. Ich will dich vergessen und nicht mehr in meinem Kopf umschwirrend haben. Fertig. Das kann doch nicht so schwer sein. Also hau ab und lauf weg. Also noch mal zu morgen. Du hast heute deine letzte Klausur hinter dir, und wenn das so abläuft, wie das letzte mal, als du deine letzte Klausur geschrieben hast, landest du irgendwo mit der einen, deren schrecklichen Namen ich gar nicht zu schreiben vermag. Ich will nicht mit dir zusammen sein, ich will nur nicht ständig an dich denken müssen. Wir hätten nie wieder aufeinander zugehen sollen. Verdammt. Jetzt liegt schon die neue in deinen Armen. Woher ich das so genau weiß? Ich glaube ich fühle es. Ich lege mich dann wieder in meine Blümchenbettwäsche, weine vielleicht bisschen vor mich hin und fühle mich ganz tapfer und stark, weil ich mich nicht bei dir melde. Und das werde ich hoffentlich auch die ganzen nächsten Wochen nicht machen. Es fällt mich schwer, dich aus meinem Leben auszulöschen, aber so war es ja dein Wunsch gewesen. Wir bekommen das nicht hin mit dem Freunde sein. Ja tut mir leid. Dafür hatten wir auch noch einen sehr freundschaftlichen letzten Abend. Ich war nach dem Get mit der Hajar im Auto und du schreibst mir, dass du mit der einen skypst. Da habe ich mich mal wieder gefragt, ob du spinnst, oder nicht mehr ganz klar im Kopf bist. Du weißt auch nicht, was gerade angebracht ist, oder? Vorher habe ich noch deine Mutter getroffen, die es übrigens sehr unsexy findet, dass du immer noch zu Hause wohnst. Möglicher Weise hätten wir zusammen ziehen sollen. Oder eben auch nicht. Schwierige Frage. Aber damals war ich halt davon überzeugt, dass ich mir von niemandem etwas sagen lassen wollte. So. Letzter Abend auf jeden Fall. Du bist dann doch noch zu mir gekommen und durch das Fenster in mein Kellerzimmer gekommen. Wir lagen da sehr lange Arm in Arm und haben uns unterhalten und gelacht, aber natürlich auch geweint. Ich habe sachen gemacht, die einst ausbaufähig waren. Verdammt, ich hätte es nicht machen sollen. Du hast es dir doch gar nicht verdient. Du hast mich nur in meiner hilflosen Situation ausgenutzt. Und ich übertreibe nicht, wenn ich an dieser Stelle das Wort hemmungslos einführe. Ja, ich bereue es. Und zwar Obwohl du mich immer lieben wirst. Steck dir das woanders hin.

Guten Abend (18. 10. 2012)

Heute ist die Kontaktsperre zu Ende und ich hätte 200 Euro gewettet, dass du keinen Kontakt mit mir aufnimmst. Und dann hast du dich doch gemeldet. Ich war gerade bei der Jenny leckeren Flammkuchen backen. Es war wirklich ein Gaumenschmaus. Währenddessen haben wir noch mit dem Lukas gesprochen. Per Lautsprecher. Der war auch leicht entsetzt, als ich ihm davon erzählt habe, dass wir keine Freunde mehr sind. Auf jeden Fall hast du mir bei iMessage geschrieben. Wie es mir geht, wolltest du wissen. Wir haben nur bisschen hin und her geschrieben. Mehr kann ich jetzt gar nicht sagen, weil ich eben wieder alles gelöscht habe. Damit ich dir nicht wieder schreibe. Ich, so als Klette. Du weißt was ich meine. Trotzdem schreiben wir hin und her. So um nichts. Machen so etwas Freunde? Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich hätte auf jeden Fall nicht damit gerechnet, dass du mir schreibst. Wirklich nicht. Ich will einfach wieder die coole, alte Lisa werden. Die sich nicht so leicht aus den Schuhen heben lässt. Das kann doch nicht so schwer sein.

Noch mal Hallo (26. 10. 2012)

Ich habe jetzt schon länger nicht mehr an dich gedacht. Aber heute habe ich mir gedacht; es ist Freitag, da könnte ich mal ein Bild von dir liken. Das aus unserem Urlaub auf Fuerteventura. Aber leider hast du es von deinen Coverbildern bei Facebook raus genommen. Also ich dir dann geschrieben habe, wusstest du nicht was ich meinte. Auch nicht nach gefühlten einhundert Tipps. Es ist aber nicht so schlimm. Wir gehen jetzt schließlich getrennte Wege. Und zwar streng getrennte. Ich wollte dich nicht verwirren und du hast mal wieder bisschen rumgeheult. Dann, als ich dich angerufen habe, bist du nicht dran gegangen. Ich war wirklich sauer und traurig. Wir bekommen es wirklich nicht hin. Oder liegt es nur an mir? Das glaube ich irgendwie nicht. Du stellst du an. Du kannst mich doch jetzt nicht hassen? So wie ich den Yannic gar nicht mehr leiden kann oder ernst nehmen kann. Mit dir nicht befreundet zu sein zieht mich ganz schön runter. Und macht mir Angst. Ich dachte, das mit uns würde nie so richtig vergehen. Klar, vielleicht die Beziehung, aber dann habe ich mir wohl auch nur eingeredet, dass wir mehr oder weniger auf einer Wellenlänge sind. Schade drum. Jetzt werde ich dir nicht mehr schreieben. Geschweige den dich irgendwann mal anrufen. Ich habe das Gefühl du machst gerade eine Menge Veränderungen durch. Du bist nicht mehr der, den ich mal so lange geliebt habe. Das nächste mal, wenn ich mit dir Kontakt aufnehmen werde, ist Donnerstag, der 15. 11. 2012. Und ich werde stark sein. Schließlich war ich bis jetzt immer eine starke Persönlichkeit und das soll sich auch nicht ändern. Dann werde ich dich fragen, ob du am Wochenende arbeitest. Und wenn es mir dann in den Zeitplan passt, werde ich vorbeischauen, um dein Gesicht zu sehen und um mich mal anständig mit dir zu unterhalten. Ein bißchen hoffe ich darauf, dass du dich eventuell etwas freust. Aber wie gesagt, ich kann dich nicht mehr einschätzen und will es auch nicht mehr können. Ich will mich emotional endgültig von dir trennen. Und beim Stufentreffen wirst du dich umdrehen, wie geil ich bin. Aber vielleicht bin ich da auch schon mit dem Roman zusammen. Den finde ich nämlich sehr heiß.